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Praktische Tipps und Infos für die Wahl eines Schlafsacks. Material, Wärmeleistung, Größe: Wir erklären, auf welche Eigenschaften du bei einem Schlafsack achten solltest.

Der Schlafsack ist eines der wichtigsten Ausrüstungsteile beim Trekking, Campen oder in den Bergen, dem viel zu wenig Beachtung geschenkt wird. Nur wer gut schläft, kann sich über Nacht erholen und am nächsten Tag wieder die geforderte Leistung bringen.

Die Aufgabenstellung des Schlafsacks ist relativ einfach: den Wärmeverlust des Körpers so gering wie möglich halten und dabei ein angenehmes Schlafklima ohne Schwitzen bieten. ACHTUNG – alter Fehler: nicht der Schlafsack wärmt, sondern der Körper. Der Schlafsack isoliert nur, fängt also die vom Körper abgestrahlte Wärme auf. Auf jeder Trekkingtour verbringst du ca. 30 % deiner Zeit im Schlafsack. Dementsprechend wichtig ist es, einen Schlafsack zu finden, der optimal zu dir und zu deinen Unternehmungen passt. Dabei hast du im Wesentlichen zwei Optionen: Daune und Kunstfaser. Bevor wir jedoch auf die Füllung eingehen, erst einmal ein paar allgemeine Infos:

Was bedeuten die Temperaturangaben?

Den richtigen Schlafsack finden - Vorüberlegungen?

1 Optimales Wärme-/Gewichtsverhältnis
Verwendet man seinen Schlafsack auf Rucksackwanderungen, Trekkingtouren oder Expeditionen, merkt man sehr schnell, dass ein optimales Wärme-Gewichtsverhältnis eines der wichtigsten Qualitätskriterien ist. Tagsüber möchte man nur ein kleines und leichtes Päckchen im Rucksack tragen, Nachts braucht man, je nach persönlichem Kälteempfinden, einen besonders kuscheligen warmen Schlafsack.

2 Stabile Wärmeleistung
Selbst wenn du viele Tage oder Wochen unter extremen Bedingungen oder in feuchten Gegenden unterwegs bist, darf die Wärmeleistung des Schlafsacks nicht nachlassen.

3 Langlebiges Produkt
Suchst du ein Produkt, das höchsten Qualitätsansprüchen genügt, musst du naturgemäß etwas tiefer in die Tasche greifen.

Was bedeuten die Temperaturangaben?

Auf den ersten Blick sind Temperaturangaben das wichtigste Auswahlkriterium, doch du solltest eher als groben Richtwert sehen: Zum Einen verwenden nicht alle Hersteller dieselbe Norm, was die Vergleichbarkeit erschwert, zum anderen ist das Temperaturempfinden bei jedem Menschen unterschiedlich. Frauen frieren meist früher als Männer, der Körperfettanteil hat einen Einfluss und auch die Situation spiel eine Rolle: nach einer harten Tagesetappe ausgehungert und ohne Essen im Schlafsack fröstelst du früher als nach einem Ruhetag mit warmem Abendessen. Zu guter Letzt trägt auch die Unterlage ihren Teil bei: Dünne Matten und Luftmatratzen isolieren schlechter als dicke Isomatten bzw. Felle.

Frau schüttelt Schlafsack auf

Die Temperaturangaben auf dem Schlafsack bilden lediglich die Isolation unter bestimmten Bedingungen ab. Das bedeutet, dass sich nicht jeder und immer bei -6°C wohl fühlt, wenn -6°C als Komfort-Temperatur angegeben sind! Leider kann keine exakte und für jede Person jederzeit gültige Temperaturangabe angegeben werden, denn individuelle und situationsbedingte Einflüsse spielen eine sehr große Rolle.

Um die Vergleichbarkeit der Temperaturangaben von Schlafsäcken zu garantieren, werden diese gemäß der EN 13537 nach einem einheitlichen Testverfahren ermittelt. Eine auf 34°C erwärmte Gliederpuppe wird in einem klimatisierten Raum in den Schlafsack gelegt, hiernach wird ermittelt welche Energiezufuhr erforderlich ist um die Temperatur der 20 verschiedenen Körpersegmente stabil zu halten.

Temperaturangaben auf Schlafsäcken

  • Komforttemperatur T comfort
    Dieser Wert wird für eine „Standard-Frau“(25 Jahre, 60 Kg, 1,60m) berechnet, die gerade noch nicht friert. Beim Schlafsackkauf solltest du dich am Komfortwert T comfort orientieren.
  • Grenztemperatur T limit
    Dieser Wert wird für einen „Standard-Mann“(25 Jahre, 70 Kg, 1,73m) berechnet, der gerade noch nicht friert.
  • Extremtemperatur T extreme
    Dieser Wert wird für eine „Standard-Frau“(25 Jahre, 60 Kg, 1,60m) unter starker Kältebelastung berechnet. Hier besteht bereits ein Risiko der Unterkühlung.

Beim Maximalwert (T maximum) würde man im Schlafsack schwitzen und unter normalen Bedingen den Schlafsack öffnen und als Decke benutzen.

Faktoren für das Kälteempfinden im Schlafsack

  • Außentemperatur, Höhe, Wind und Luftfeuchtigkeit
  • Schlafsackunterlage und Schlafbekleidung (Isolation)
  • Schnitt
  • Geschlecht, körperliche (Erschöpfung, Ernährung) und psychische Verfassung
  • Schlafverhalten

Grundsätzlich kann ein Schlafsack die Körperwärme umso besser zurückhalten, je mehr Luft im Schlafsack gespeichert werden kann (großer Loft/Bauschkraft) und zugleich je weniger die Luft im Schlafsack zirkulieren kann.

Faktoren für den Wärmeverlust beim Schlafen

  • Konvektion (= Luftaustausch)
    Wärmeentzug durch Luftzirkulation (geöffneter Reißverschluß, nicht vorhandener/benutzter Wärmekragen). Es mischen sich warme Luft aus dem Schlafsack mit kalter Umgebungsluft. Der Körper benötigt ständig neue Energie zum Erreichen einer gleich bleibenden Temperatur im Schlafsack. Das gilt analog auch wenn der Schlafsack zu groß ist.
  • Radiation (= Strahlung)
    Der Körper strahlt Wärme ab. Je besser ein Schlafsack diese Wärme reflektiert und speichert desto weniger Energie benötigt der Körper zum Erreichen einer gleich bleibenden Temperatur im Schlafsack.
  • Evaporation (Verdunstung)
    Jeder Mensch gibt über Nacht ca. ½ bis 1 Liter Feuchtigkeit ab. Bleibt die Feuchtigkeit auf der Haut entsteht Verdunstungskälte und der Körper versucht die Haut durch Wärme zu trocknen. Je trockener ein Schlafsack die Haut hält, desto mehr spart der Körper Energie.
  • Konduktion (Wärmeleitung)
    Je weniger ein Material isolierende Eigenschaften hat, desto schneller kann Wärme abfließen, z.B. bei direktem Kontakt mit dem kalten Boden.

 

Körpergrößen und passende Schlafsackgrößen

Wichtig ist auch die richtige Größe des Schlafsacks: Die optimale Wärmeleistung erzielt ein Schlafsack, wenn er eng am Körper anliegt. Ist er zu weit oder zu lang, müssen unnötige Lufträume erwärmt werden, die sich  durch Konvektion oder Austausch bei Bewegungen permanent abkühlen. Deshalb ist ein zu großer Schlafsack oft kalt. Ein zu kleiner Schlafsack ist aber auch nicht funktionell, da die Füllung an Füßen, Schultern, Knie oder Gesäß zusammengedrückt wird und Kältebrücken entstehen.

  • Körpergröße Mensch 200 cm, 185 cm, 167 cm
  • Länge Schlafsack 237 cm, 225 cm, 208 cm
  • Breite Schlafsack oben 85 cm, 80 cm, 80 cm
  • Breite Schlafsack Fußteil 58 cm, 55 cm, 55 cm

Kleine Personen sollten kurze Schlafsäcke nutzen, damit im Fußbereich nicht zu viel Luft bleibt. Alternativ sollte man das Fußteil hinter den Füßen abbinden (z. B. bei Kindern) bzw. das Fußteil mit Pullovern oder anderen Bekleidungsteilen ausfüllen.

Schlafsack-Berater

Schlafsack Temperaturangabe

Je nach Einsatzzweck, Erfahrung, Konstitution und Wärmeempfinden muss man sich sehr individuell für einen Schlafsack entscheiden. Jeder Mensch hat individuell ein anderes Wärmeempfinden. D.h. Temperaturangaben (auch nach der EN 13537) sind nur als Orientierungswerte zu verstehen.

Worauf muss ich bei einem Schlafsack achten?

Ganz allgemein: Der Schlafsack muss dich nachts zuverlässig warm halten. Darum darf die Isolierung nicht verrutschen. Zu diesem Zweck gibt es verschiedene Konstruktionen: z. B. die durchgesteppte Naht, bei der Außenstoff und Innenfutter direkt vernäht werden. Sie ist die billigste und schlechteste Verarbeitung, da hier an der Naht eine Kältebrücke entsteht. Wesentlich besser funktionieren Kammerkonstruktionen, bei denen vertikale „Trennwände“ die Füllung an ihrem Platz halten. Eine besonders edle und aufwändige Verarbeitung stellen V-Kammern dar. Hier stehen die Kammerwände leicht schräg, um das Isoliermaterial optimal zu verteilen und an seinem Platz zu halten.

Neben der Konstruktion hat auch die Form einen großen Einfluss auf die Schlafsackeigenschaften. Ein Schlafsack wärmt besser, wenn er am Körper anliegt. Dadurch wird aber die Bewegungsfreiheit eingeschränkt und der Schlafkomfort kann darunter leiden.

Die Mumienform verschenkt keinen Platz und ist wunderbar für Trekkingtouren geeignet. Die Mumienform folgt der Körperform des liegenden Menschen und minimiert den zu erwärmenden Luftraum im Schlafsack: je enger der Schlafsack den Körper umgibt, desto besser hält er die Wärme. Die dem Mumienform wärmt, benötigt weniger Material und Füllung, und liefert dadurch kleineres Packmaß und geringeres Gewicht.

Für Menschen, die mehr Bewegungsspielraum brauchen und vornehmlich bei wärmeren Temperaturen über 0°C draußen schlafen, bietet sich die Deckenform an: ein rechteckiger Schlafsack mit oder ohne Kapuze, der durch einen langen Reisverschluss komplett geöffnet, aufgeklappt und somit als Decke verwendet werden kann.

Für Personen, die mehr Wert auf Schlafkomfort als auf Gewicht und Wärmeleistung legen bzw. denen Mumien Schlafsäcke zu eng sind, eignen sich Mischformen wie z.B. Ei-förmige Schlafsäcke. Diese haben einen engen Kopf/Schulter/Fußbereich wie bei der Mumie, dafür eine sehr breite Taille, die Bewegungsfreiheit für Arme und Beine lässt.

Auch bei der Länge gilt: so kurz wie möglich, so lang wie nötig. Wenn du 175 cm groß bist, genügt dir ein Schlafsack mit 180 cm Länge vollkommen. Du bist nicht alleine unterwegs? Manche Hersteller ermöglichen es, zwei Schlafsäcke an den Reißverschlüssen zu verbinden. Dafür ist es wichtig, dass ein Schlafsack den Reißverschluss auf der rechten Seite hat und der andere auf der linken Seite.

Ein großer Wärmevorteil ergibt sich daraus jedoch nicht. Manche Schlafsäcke verfügen über ein anatomisch geformtes Fußteil. So wird kein Platz verschenkt und Volumen sowie Gewicht reduzieren sich. Damenmodelle sind im Fußbereich zudem oft etwas stärker isoliert, um kalten Füßen vorzubeugen.

Aufbau des Schlafsacks: Wichtige Ausstattungsdetails

  • Wärmekapuze
    Über den Kopf verliert der menschliche Körper ca. 30% seiner Wärme. Diese Abwärme für die Nacht nutzbar zu machen ist die Aufgabe der Kapuze.
  • Wärmekragen
    Der Wärmekragen verhindert das Entweichen der aufgewärmten Luft nach außen, wenn die Kapuze offen ist und man sich bewegt.
  • Reißverschluß-Abdeckleiste
    Die Abdeckleiste verhindert das erwärmte Luft aus dem Schlafsack entweicht und auch dass kein kalter Wind durch den Reißverschluss in den Schlafsack gelangt.
  • 2-Wege Reißverschluß
    Der koppelbare 2-Wege-Reißverschluß öffnet sich nicht selbstständig.
    Bei manchen Modellen kann man zwischen links- und rechtsseitigen Reißverschlüssen wählen. So lassen sich zwei Schlafsäcke verbinden. Pärchen können dann den Temperaturbereich ihrer Schlafsäcke beträchtlich erweitern.
  • Fußbox
    Die Oberseite des Schlafsacks ist in der Fußbox meist dicker gefüllt.

Schlafsäcke

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Schlafsack kaufen

Welches Material sollte mein Schlafsack haben?

Klirrendkalte Nächte: Her mit dem extrawarmen Schlafsack!

Setzt du deinen Schlafsack bei Temperaturen unter 0 Grad ein, brauchst du eine Abdeckleiste am Reißverschluss. Fehlt sie, ergibt sich auch hier eine Kältebrücke, die die Wärmeleistung des restlichen Schlafsacks zunichtemacht. Hochwertige Schlafsäcke verfügen über hochwertige Marken-Reißverschlüsse z. B. von YKK. Eine Antiklemmleiste verhindert, dass sich der Schlafsackstoff im Reißverschluss festhängt. Nicht zwingend nötig, aber sehr angenehm. Schlafsäcke, die nicht nur bei lauen Sommernächten zum Einsatz kommen, sollten unter der Kapuze ein Wärmekragen besitzen. Verstellt wird er mit einem Kordelzug. Bei hochwertigen Modellen geht das mit einer Hand. Er hilft, die Körperwärme im Schlafsack zu halten. Die vorgeformte Kapuze sollte möglichst klein zugezogen werden können, um auch an dieser Stelle keine Körperwärme zu verschenken.

 

Gut zu wissen:

Was im Schlafsack isoliert, ist nicht die Füllung selbst, sondern die Luftschicht, die von der Füllung eingeschlossen wird.

Welches Material sollte mein Schlafsack haben?

Daunen oder Kunstfaser – welches Schlafsack-Material passt am besten zumeinen Bedürfnissen? Ob ein Daunenschlafsack oder ein Kunstfaserschlafsack der richtige für dich ist, hängt von deinem Einsatz und dem Budget ab. In den folgenden Abschnitten gehen wir detailliert darauf ein, hier aber schonmal zur Übersicht die wesentlichen Vor- und Nachteile.

Daunenschlafsack: Pro und Contra

+ Die größten Vorteile der Daune sind ihr geringes Gewicht, die effiziente Wärmeleistung und das kleine Packmaß.
  Dafür funktioniert Daune bei Nässe schlechter (Daunen klumpen bei Feuchtigkeit und können isolierendes Luftvolumen  dadurch nicht mehr binden
  Daunen kosten mehr

Kunstfaserschlafsack: Pro und Contra

+  Kurz gesagt sind Kunstfaserschlafsäcke im Vergleich zu Daunen günstiger, robuster und sie wärmen auch noch im nassen Zustand.
  Dafür sind sie etwas schwerer als Daunenschlafsäcke und  nicht ganz so klein verpackbar.

Von Gänsen lernen: Gut verpackt im Daunenschlafsäcke

Material Schlafsack

Von Gänsen lernen: Gut verpackt im Daunenschlafsäcke

Die Daune ist ein Naturprodukt. Schlafsäcke mit Daunen halten einfach mollig-warm!  Aber im Einzelnen: Daunen bestehen aus extrem filigranen Ästchen in einer dreidimensionalen Struktur. So können sie mit wenig Materialeinsatz eine maximale Menge an Luft einschließen, die durch die Körperwärme aufgeheizt wird. Darin liegt das Geheimnis des geringen Gewichts von Daunenschlafsäcken. Dazu sind Daunen sehr elastisch. Einmal zusammengedrückt, kehren sie schnell wieder in ihren Ausgangszustand zurück. Diese Eigenschaft sorgt für das kleine Packvolumen, was Daunenschlafsäcke besonders auf Rucksackreisen sehr angenehm macht. Zum Messen der Bauschkraft, auch Loft genannt, wird die Einheit cuin verwendet. Cuin steht für Kubikzoll pro Unze. Zum Messen wird eine Unze (28g) Daunen für 24 Stunden zusammengepresst. Danach wird gemessen, auf welches Volumen sich die Daunen ausdehnen. Das Ergebnis gibt man in inch3 an. Je höher diese Zahl, desto größer ist die Bauschkraft bzw. die Wärmeleistung. 600 cuin sind für Schlafsäcke bereits ein ziemlich guter Wert. Expeditionsschlafsäcke verfügen teilweise über Werte von bis zu 900 cuin.

Allerdings sind Daunenschlafsäcke auch sehr empfindlich, was die Feuchtigkeit betrifft. Es kann vorkommen, daß die Daunen viel Feuchtigkeit aufnehmen und verklumpen. Sie erzeugen dann keinen Loft mehr = reduziertes Isolationsvermögen (siehe Beschreibung „Loft“ unten). Deshalb ist es notwendig, einen Daunenschlafsack so oft wie möglich zu trocknen. Im Winter bzw. in Dauerfrostregionen ergeben sich oftmals Probleme mit Daunenschlafsäcken. Die Ausdünstungen des Körpers werden von den Daunen gespeichert und gefrieren dort. Ein Trocknen ist kaum möglich. Nach einiger Zeit entsteht die Verklumpung der Daunen und sie verlieren ihre Isolationsfähigkeit.

Brauchst du weitere Beratung? Zu den Daunenschlafsäcken

Schlafsäcke mit Daunenmischungen

Oft finden sich in der Beschreibung von Schlafsäcken Zahlen wie 70/30, 80/20 oder 90/10. Diese Zahlen geben das prozentuale Verhältnis von Daunen zu Federn in der Füllung an und ergeben zusammen immer 100 %. Dabei gilt: Je höher der Daunenanteil in der Füllung ist, umso hochwertiger ist die Daunenmischung. Die Frage, warum es keine 100 % Daunenfüllung gibt, ist schnell beantwortet: Daunen sind ein Naturprodukt. Selbst bei Füllungen mit 96 % Daunenanteil ist ein extrem hoher Aufwand nötig, um alle Federn auszusortieren. Eine weitere Sortierung übersteigt schlicht die aktuellen Fertigungsmethoden.

Wann brauche ich einen Daunenschlafsack?

Trailrunner, Ultraleichttrecker und alle, die im Winter in großen Höhen übernachten, kommen am Daunenschlafsack nicht vorbei. Für gemäßigte Einsätze bietet Daune einen sehr angenehmen Komfort, aber keine Notwendigkeit.

Fazit

Daune ist weltweit das beste Isolationsmaterial für Schlafsäcke und Wärmebekleidung. Im Hinblick auf die Verhältnisse von Wärme zu Gewicht und Packmaß und Preis zu Lebensdauer bietet die Daune die besten Relationen. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass man sich für Qualität entscheidet. Wichtigstes Kriterium für Daunenqualität ist der Loft. Des weiteren spielen die Aufbereitung der Daune und das Mischungsverhältnis eine Rolle, wobei Letzteres eng mit dem Loft zusammenhängt.

Hightech als Kältewaffe: Kunstfaserschlafsäcke

Wärmeleistung selbst in feuchtem Zustand: Dieser Punkt kommt vor allem auf Mehrtagestouren bei schlechtem Wetter zum Tragen. Wenn der Daunenschlafsack tagsüber nicht komplett auslüften kann, wird er durch die Körperfeuchtigkeit jede Nacht etwas schwerer und wärmt zugleich etwas schlechter. Dem Kunstfaserschlafsack dagegen kann die Feuchtigkeit nichts anhaben.

Kunstfaserfüllung

Genau wie bei Daunenschlafsäcken besteht die Aufgabe der Kunstfaserfüllung darin, möglichst viel Luft um den Schläfer herum zu halten, die ihn gegenüber den Außentemperaturen isoliert. Verschiedene Hersteller haben dafür verschiedene Materialien und Konstruktionen entwickelt, die immer näher an die Isolationswerte der Daunen herankommen, sie bisher aber noch nicht erreichen. Dafür sind die Kunstfasern wesentlich pflegeleichter d. h. sie können einfacher gewaschen werden, was besonders bei Kinderschlafsäcken ein Vorteil ist.

Wann brauche ich einen Kunstfaserschlafsack?

In Gebieten mit hoher Luftfeuchtigkeit und wenn dauerhaft schlechtes Wetter zu erwarten ist, bist du mit einem Kunstfaserschlafsack gut beraten. Genauso, wenn du den Schlafsack in der Kombination mit einem Biwaksack nutzt, da hier viel Kondensfeuchtigkeit entsteht, die oft nicht aus dem Biwaksack entweichen kann. Auch auf Reisen, bei denen du dein Gepäck nicht die ganze Zeit tragen musst und solange du in gemäßigten Regionen unterwegs bist, eignet sich ein Kunstfaserschlafsack hervorragend.

Daunenschlafsack für kalte Nächte

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Kunstfaserschlafsäcke

Kunstfaserschlafsäcke zeichnen sich vor allem aus durch:

  • Pflegeleicht
  • Günstigerer Anschaffungspreis
  • Unempfindlich gegen Nässe

Kunstfasern nehmen in sich kaum Feuchtigkeit auf, d.h. die Füllung verliert kaum an Loft und damit an Isolationsvermögen.

Suchst du ein Allroundmodell mit dem sich alles machen lässt, reist du auch in feuchtere Gebiete oder bist auch mal bei Regen unterwegs? Du willst Pflege einfach und den Anschaffungspreis niedrig halten? Dann empfiehlt sich ein Kunstfaserschlafsack.

Zu den Kunstfaserschlafsäcken

Schlafsäcke richtig pflegen

Egal, ob du einen Kunstfaser- oder Daunenschlafsack benutzt, mit der richtigen Pflege wirst du mehr Freude daran haben. Dazu gehört an erster Stelle eine trockene, lockere und luftige Lagerung. Auf gar keinen Fall den (Daunen-) Schlafsack im Packbeutel oder Schlafsackfach des Rucksacks lagern! Der ist nur für den Transport bestimmt. Wird die Füllung dagegen über Wochen und Monate komprimiert, verliert sie irgendwann ihre Bauschkraft (Loft) und damit auch ihre Isolationswirkung. Daunen also auch auf Reisen möglichst schnell aus dem Packsack rausholen. Kunstfasern sind weniger empfindlich.

Wesentlich besser aufgehoben ist dein Schlafsack, wenn du ihn lose in eine große Tasche legst. Auch Kopfkissenbezüge funktionieren gut als Aufbewahrungsbeutel. Noch besser ist nur eine komplett offene Lagerung. Z.B. unterm Bett, auf einem Schrank oder auch am Fußteil aufgehängt. Nach jeder Benutzung solltest du den Schlafsack gut auslüften und aufschütteln (vor allem Daunenschlafsäcke). So kann er die nachts aufgenommene Feuchtigkeit wieder abgeben und fängt nicht zu modern an.

Packen

Um Schlafsäcke in den Packbeutel zu bringen, sollten sie nicht zusammengelegt oder -gerollt werden. Hierbei würde die Füllung an immer den gleichen Stellen geknickt und somit immer dünner werden.

Besser ist es, wenn der Schlafsack mit dem Fußteil beginnend in den Packsack gestopft wird. Der Druck auf die Daune wird so gleichmäßig verteilt.

Um die Leichtgängigkeit des Reißverschlusses auf Dauer zu erhalten, kannst du ihn mit Wachs (normalerweise zum Imprägnieren von Kleidung gedacht) oder mit Graphit einreiben (z.B. mit einem Bleistift).

Waschen

Waschen solltest du ihn dagegen nur, wenn unbedingt nötig, um Hautrückstände, Körperfett und Salze zu entfernen. Eine Wäsche ist leider nicht unbedingt förderlich für die Wärmeleistung. Man kann durch Verwendung eines Inletts und Lüften nach jedem Gebrauch dem Waschen lange vorbeugen. Sobald aber kein Weg mehr an der gründlichen Reinigung vorbei führt, wasche den Schlafsack selber und gehe wie folgt vor:

  • Schließe den Reißverschluss und dreh die Innenseite deines Schlafsacks nach außen.
  • Verwende ausschließlich ein mildes Wollwaschmittel (Kunstfaserschlafsack mit empfindlichem Silikon) bzw. Daunenwaschmittel (Daunen), und wasch den Schlafsack von Hand in der Badewanne oder im Wollwaschgang bei 30°C.
  • Dabei mehrmals gründlich ausspülen und nie auswringen!
  • Nach der Wäsche das Wasser nur leicht herausdrücken und den Schlafsack flach austropfen lassen. Dabei drauf achten, dass sich die Füllung nicht in einer Ecke zusammenklumpt.
  • Bei der Trocknung im Wäschetrockner die niedrigste Stufe bzw. maximal 30 Grad einstellen und nur dür Daunenschlafsäcke mehrere Tennisbälle in die Trommel geben. Sie verteilen die Füllung ein wenig und wirken der Klumpenbildung entgegen.
  • Wichtig: Der Schlafsack muss 100 % trocken sein, bevor er wieder verwendet werden kann. Daune braucht bis zu einer Woche, um vollkommen durchzutrocknen (rechtzeitig vor der Tour waschen!), bei Kunstfaser geht’s schneller. In dieser Zeit solltest du immer mal wieder den Schlafsack behutsam aufschütteln und die Daunen bei engeren, langen Kammern (z. B. Reißverschluss-Abdeckleiste) verteilen.

 

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Inletts verbessern die Wärmeleistung eines Schlafsacks um mehrere Grad und schützen die Innenseite zudem vor Schmutz. Darüber hinaus ist ein Inlett auch ideal als Hütten- oder Jugendherbergsschlafsack. Inletts schützen den Schlafsack vor Schmutz und verbessern die Wärmeleistung.

Inletts schützen den Schlafsack vor Schmutz und verbessern die Wärmeleistung. Sie sind auch deswegen sinnvoll, weil man sich ein zu häufiges Waschen des Schlafsacks erspart und die Abnutzung des Schlafsacks vermeidet. Es gibt Inletts aus Seide, Baumwolle und Fleece, wobei ein Seideninlett auf Grund seines geringen Gewichtes für die meisten Unternehmungen am sinnvollsten ist. Fleece-Inletts bringen einiges an Wärmeleistung (bis zu 8 Grad Celsius) und können im Sommer sogar den Schlafsack ersetzen.

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