Motivation zum Laufen nach der Arbeit!

Jeder kennt es. Absolut jeder. Vielleicht ist es sogar das Einzige, was alle berufstätigen Läufer vereint. Der Kampf, nach der Arbeit noch eine Runde zu drehen. Gerade im Winter, wenn es draußen kalt, nass und meistens schon dunkel ist. Und dann ruft auch schon wieder der Weihnachtsmarkt oder die warme Couch, wenn wir endlich das Büro verlassen. Die meisten fühlen sich dann zu schwach, noch zu laufen. Das ist aber vor allem der mentalen Müdigkeit geschuldet. Sobald man losläuft, sieht es oft schon ganz anders aus. Mir ist es auch lange schwer gefallen, mich aufzuraffen. Mittlerweile hat sich bei mir allerdings eine Routine entwickelt, in der ich den täglichen Sport am Abend gar nicht mehr in Frage stelle. Aber natürlich war das ein langer Weg. Und auch ich habe es nur zur Routine bringen können, weil ich ein paar kleine Tricks nutze. Die möchte ich euch natürlich verraten! :-)
Motivation zum Laufen nach der Arbeit!

1) Der Arbeitsweg

Bei der richtigen Distanz könnt ihr den Arbeitsweg nutzen. Für die meisten bedeutet das in etwa eine Strecke von 5-10km von Tür zu Tür. Vor allem euer Zeitmanagement wird dadurch besser. Ihr spart effektiv Zeit, wenn ihr auf dem Weg das Pendeln und den Sport mit einer Klappe schlagt. Denn ist man erst einmal zu Hause angekommen, wird der Schritt nach draußen wieder deutlich schwerer und die sofortige Faulheit lähmt einen. Das Laufen von der Arbeit nach Hause ist außerdem leichter umzusetzen als ein Lauf zur Arbeit. Nicht jeder hat eine Dusche am Arbeitsplatz. Praktisches Equipment für die Umsetzung ist ein spezieller Laufrucksack (wie beim Trailrunning). Die größeren Modelle sind perfekt auf die Laufbewegung ausgelegt und bieten massig Platz für Handy, Schlüssel, Portemonaie und ein paar Klamotten.

2) Die Klamotten

Wenn ich dann doch erst einmal von der Arbeit nach Hause fahre, weil ich unterwegs einkaufen will oder andere Erledigungen mache, bediene ich mich einer anderen Taktik. Dann lege ich morgens, bevor ich das Haus verlasse, schon meine Laufsachen zurecht. Sobald ich abends von der Arbeit komme, ziehe ich mir die Sachen dann als erstes an. Manchmal packe ich vorher noch nicht einmal meine Tasche aus. Sind die Klamotten erst einmal am Körper, ist der wichtigste Schritt gemacht. Man muss ja auch nicht direkt lossprinten, sondern kann sich noch Zeit für einige Sachen zu Hause nehmen und erst loslaufen, wenn man bereit ist. Um diesen Trick der psychologischen Kriegsführung beim Sport noch zu verfeinern, kann man sich die Sportsachen auch knallhart in den Weg legen. Meine platziere ich z.B. direkt hinter der Eingangstür. Ich stolpere praktisch darüber und kann sie nicht umgehen. ;)

3) Das Essen

Bei vielen von euch spielt sicherlich auch das Mittagessen eine Rolle. Pommes und Schnitzel helfen nicht unbedingt, sich abends noch frisch und energievoll zu fühlen. Ich setze deshalb mittags vor allem auf Suppen mit Gemüse und auf eine kleine Beilage mit Kohlenhydraten (Kartoffeln oder Reis). Der Unterschied ist gewaltig. Außerdem achte ich darauf, dass ich spätestens 4 Stunden vor Feierabend die letzte große Mahlzeit einnehme. Dann ist auch alles schon ordentlich verdaut. Ein zusätzlicher Vorteil ist, dass man durch den Sport am Abend dazu neigt, sich tagsüber generell ausgewogener zu ernähren. Für das Abendessen koche ich nach Möglichkeit schon vor, damit ich nach dem Sport direkt etwas futtern kann. Nichts ist schlimmer, als einen hungrigen Arbeitnehmer nach dem abendlichen Sport zu Hause zu haben. Das kann eure Familie sicherlich bestätigen! :D

Motivation zum Laufen nach der Arbeit!

4) Die Musik

Ich setzte zu 100% auf Podcasts und ordentlich Mucke. Mein MP3-Player ist immer voll geladen und hat für jeden Gemütszustand eine Playlist. Meistens läuft es aber eh auf etwas Knalliges hinaus, damit es mich ordentlich pusht. Ich bin immer wieder erstaunt, was Musik bei mir für einen Unterschied macht. Bei der empfundenen Energie und auch effektiv beim Tempo, das ich laufe. Und merkt euch: Ohne Plan loszulaufen, ist besser, als es gar nicht zu tun. Manchmal kommt die Power erst nach den ersten beiden Kilometern. Und in 99% der Fälle fühlt man sich nachher deutlich besser. Unabhängig davon, ob man schnell oder langsam unterwegs war. Moritz

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