Challenge Roth - der Testwettkampf

Der Testwettkampf vor der Challenge Roth

Der Saisonhöhepunkt ist klar definiert und mein Training mittlerweile voll auf den 01. Juli 2018 ausgelegt. Dann heißt es in Roth für Mathias 3,8 km durch das Wasser gleiten, für Oli 180 km kraftvoll in die Pedale treten und für mich 42,195 km über den Asphalt fegen. Doch ehe es so weit ist, stehen uns noch unzählige Stunden voller schweißtreibender Einheiten und anstrengender Qualen bevor. Und so kommen auch wir irgendwann an den Punkt, wo das Training zur Routine wird: Manchmal nervt es, das Aufraffen fällt einem von Mal zu Mal schwerer und die Motivation lässt nach.

Doch was kann man dagegen tun? Zum einem helfen alternative Trainingseinheiten, die ich in den vorherigen Beiträgen vorgestellt habe, und zum anderen bieten Testwettkämpfe mehr Varianz im Trainingsplan. Ich nutze diese Testwettkämpfe nicht nur als Abwechslung zum Trainingsalltag, sondern auch als Gradmesser für das eigenen Fitnesslevel, als Generalprobe für das Saisonhighlight oder einfach als wirkungsvolle Trainingseinheit unter Realbedingungen.

Vorbereitung Deluxe

Trainingswettkämpfe sind extrem wichtig in einer systematischen Vorbereitung – zur richtigen Zeit und mit den richtigen Zielen. Wenn du sie bewusst einsetzt, kannst du damit viele Informationen für dein weiteres Training sammeln und wichtige Wettkampferfahrungen, die dir für deinen Hauptwettkampf sehr hilfreich sein können. Hier hast du u.a. die Möglichkeit die Ernährung beim Wettkampf zu testen, deine Grenzen herauszufinden, deine Kräfte richtig einzuteilen und lernen, mit Wettkampfsituationen umzugehen.

Die Anzahl der Trainingswettkämpfe kann jeder selbst nach Lust, Laune und Motivation bestimmen. Wichtig dabei ist, dass sie nicht zu oft stattfinden. Wettkämpfe, egal in welcher Form sollen immer noch den Wettkampfreiz in einem wecken. Wenn du beispielsweise jede Woche an den Start gehst, werden Wettkämpfe irgendwann zur Routine bzw. zu einer gewöhnlichen Trainingseinheit und dann kannst du dich dazu vielleicht gar nicht mehr motivieren.

Ab in den Dreck

Meistens stellt diese Art von Training eine effiziente Trainingseinheit dar. Ich persönlich bereite mich auf meine Marathons mit zwei bis drei kleineren Testwettkämpfen vor. In der Regel sind die alle kürzer als die bevorstehende Wettkampfdistanz. Dieses Jahr habe ich  meinen ersten Testwettkampf bereits absolviert. Beim Crosslauf in München ging es 7,4 km lang auf Spikes über unebene Wege mit kleinen Hindernissen – dabei konnte ich meinen Puls schön auf die Spitze treiben.

Es war eine super Schwellentrainingseinheit, die mich wieder einen Schritt nach vorne gebracht hat. Als Generalprobe für mein Saisonhighlight nehme ich ganze gerne an einem Halbmarathon teil, denn dieser „Testlauf“ ist für mich der beste Indikator für meine aktuelle Form. Hierfür eignet sich beispielsweise der SportScheck Run. Auch dieses Jahr werde ich beim „München RUN“ über die 21,1 km an den Start gehen – genau eine Woche vor Roth soll noch einmal der Feinschliff gemacht werden. Abschließend kann man sagen, dass ich diesen besonderen Trainingsreiz im Rennen für einen der wichtigsten in der Vorbereitung halte. Man lernt, alles aus sich herauszuholen, wenn es wirklich drauf ankommt. Gute Trainingsresultate sind zwar schön und erfreuen uns, aber sie spiegeln nicht die reale Wettkampfsituation wieder, wo der Puls vor Aufregung und Spannung mit 15 Schlägen mehr als sonst durch die Adern schlägt. Denn kein Training der Welt kann uns die extra Motivation der Zuschauer bringen, die uns am Ende die eine entscheidende Sekunden schneller macht. Machst du das ähnlich? Was ist dein Saisonhighlight? Schreib mal!

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