Almería: Entdecke die untypischen Seiten Spaniens

Hast du schon einmal eine Mountainbike-Tour auf den Spuren des Bergbaus gemacht? Warst du schon mal im inneren einer Geode? Und wann hast du zuletzt Sterne beobachtet – in makelloser Dunkelheit und Stille? Erkunde Spanien abseits der Mainstream-Pfade in der andalusischen Provinz Almería.
Landschaft in Almeria, Andalusien
©Iñigo Pedrueza www.elgiroscopo.es

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Andalusien entstanden (Anzeige).

Sonne und Wüste dominieren das Landschaftsbild Almerías. Aus der Luft betrachtet erinnert es an den marokkanischen Atlas, die grandiosen Trockengebiete der Kanarischen Inseln und an Italowestern, in denen der Wind Gestrüpp durch die Bilder wirbelt. Die Landschaft erzählt von Erzen, Spitzhacken, Dynamitlöchern und verschwitzten Bergleuten. Almería überrascht mit seinem rauen und wilden Antlitz. Aber noch mehr überrascht der Reichtum an Kultur, Natur und Gastronomie, den man hinter diesen Kulissen findet.

Hinter der malerischen Küste von Cabo de Gata und der gleichnamigen Provinzhauptstadt offenbart sich Almerías Landesinneres als reizvolles Reiseziel. Vor allem in spannungsgeladenen Zeiten wie diesen, die uns die Orientierung rauben wie ein wild gewordener Kompass. Almería lässt dich durchatmen, innehalten und dich selbst wieder einnorden.

Mina Rica und die Geode von Pulpí

Eine Geode  könnte eine schöne Metapher für Almería sein (Anm. d. Red.: ein Hohlraum in einem Gestein, ausgekleidet mit mineralischen Substanzen wie z.B. Kristallen). Ein verborgener Schatz, von der Zeit in das Erdinnere getrieben, auf dem Grund einer Mine – rau, fossil, steril. Doch wenn man diese Kruste durchbricht, erscheint ein diamantener Glanz, ein Schatz der Natur, der viel wertvoller ist als Gold.

In einer Tiefe von 60 Metern befindet sich am Ende einer Treppe, die weit in die Erde führt, versteckt zwischen den Stollen alter Minen die spektakuläre, 1999 entdeckte Geode von Pulpí. Als zweitgrößte Geode der Welt ist sie mit 100 Kubikmetern Selenitkristallen, einer Art transparentem Gips, ausgekleidet. Ihr Alter wird auf eine Million Jahre geschätzt. Besuchen kann man sie seit 2019.

Almería auf den Wegen der Bergleute und der Gruben

In der Sierra de Filabres wimmelte es einst von Bergarbeitern, die an den Hängen ihrer mühe- und hoffnungsvoll durchwühlten Berge neue Siedlungen gründeten. Das Erz gelangte von Andalusien ins Baskenland und aus Spanien heraus, wo es mit noch mehr Mühsal und Schweiß schließlich zu Stahl verarbeitet wurde. Schienen, Überlandleitungen, Schüttrohre, Bahnen und Laderampen verfrachteten Millionen Tonnen Erz in Schiffe, die in alle Welt fuhren. Heute hat Almería keine Bergleute und Bergwerke mehr und Biskaya keine Hochöfen, aber die Erinnerungen daran sind in der Region nach wie vor lebendig.

In Serón sind die Bergmannsdörfer Las Menas und Los Canos – das sogenannte „Machu Picchu Almerías“ – sowie die Vía Verde El Hierro Beispiele für die Wiederbelebung des industriellen Erbes. In Macael und Olula del Río wird seit der Römerzeit Marmor abgebaut, die die Industrie- und Bergbautradition aufrechterhalten. In der Sierra de Filabres und im Valle del Almanzora gibt es Dutzende von Wegen und Pfaden, die von den Bergarbeitern im späten 18. Jahrhundert bis zur Stilllegung der Bergwerke 1968 angelegt wurden und heute von Radfahrern und Wanderern genutzt werden.

The sky is the limit: Sternbeobachtung in Almería

Die Luft in Almería ist so trocken, dass sie an den Hängen der Sierra de Filabres nach oben steigt. Urplötzlich krümmt sich der Hang und die Felswände brechen. Auf der abgerundeten Kante eines Hochplateaus befindet sich das astronomische Observatorium von Calar Alto. Dort oben, 2200 Meter über der Wüste von Tabernas, ist die Luft rein und leicht. Das Licht von weit entfernten Sternen erreicht uns in der makellosen Stille, nur durchbrochen von umherlaufenden Bergziegen. Derweil dreht sich ein Teleskop lautlos auf der Suche nach Planeten, die eines Tages unsere Heimat werden könnten. Spanische und internationale Wissenschaftler erforschen hier die Funktionsabläufe eines Universums, in dessen Weiten wir uns klein fühlen. Eines Tages werden wir die uns bekannten Grenzen hinter uns lassen, um das Unvorstellbare zu entdecken. Und all das hier aus den wüstenhaften, bescheidenen, unbekannten Weiten Almerías in Andalusien …

Sternbeobachtung in Andalusien
©Iñigo Pedrueza www.elgiroscopo.es
Observatorium Andalusien
©Iñigo Pedrueza www.elgiroscopo.es

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