Isi Wayne vs. Athleisure

Alles zum neuen Style von Isi Wayne.
Athleisure mit Isi Wayne

„Wer Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.“ Ihr kennt den Karl-Lagerfeld-Spruch. Jetzt ist er von uns gegangen. Also nicht der Karl, um Himmels willen, sondern der Spruch. Mit Athleisure ist Sport endlich in der Mode angekommen. Wir haben es ja schon lange gewusst: Es ist 2017 und unser Lifestyle hat sich endgültig den Fitnessgöttern unterworfen. Ist ja auch klar, wenn wir ständig von einem Yoga-Café ins nächste unterwegs sind, von der Arbeit ins Fitness, vom See direkt in die Lieblingsbar, von der Uni zum Acro in den Park. Arbeit und Freizeit trennen wir ja auch nicht mehr - warum sollten wir einen aktiven Lifestyle also nur in quietschigen Turnhallen leben dürfen? Athleisure ist, wie ihr euch vielleicht denken könnt, ein Mix aus Athletics und Leisure (Freizeit) und hat ganz geschmeidig Casual den Rang abgelaufen. Der Sport-Look ist überall: Sport-Tights in schicken Cafés, 70er-Sportjacken und bauchfreie Tops im Park, übergroße Pullis auf Laufstegen, in Büros oder beim Dinner mit Freunden. Und Sneakers Baby! Natürlich Sneakers. Warum ist es überall? Weil es super gemütlich ist, sich ganz easy kombinieren lässt und verdammt gut aussieht. Außerdem gibt es einem die Freiheit, sich an der Ampel mal kurz zu stretchen - und keinen wundert's.

Tanz durch Berlin

Für die Präsentation unser Athleisure Kollektion haben wir Isi Wayne einge­laden. Isi ist eine Berliner Bloggerin und schon früh in die Street­dance­szene eingetaucht. „Ich bin eigentlich nur über einen Freund da reingerutscht und war irgendwie verzaubert und bin sofort hänge  geblieben. Ich brauche das Tanzen zum Leben". Wer ihren insta­account verfolgt, spürt das sofort. Ihre Outfits, Tanzvideos und ihr Stil haben sie schnell auf gut 10.000 Follower gebracht. In ihren Moves spürt man noch einen Hauch Tunesien, dem Land ihrer Wurzeln. Robot Dance und Clowning hat sie inzwi­schen perfektioniert. Und bei alledem wirkt sie irgendwie echt. Sie ist keine von diesen Bling­Bling­selbstdarstellern aus der Bloggerwelt. Sie hat Style buchstäblich gelernt – als Stylistin. Sie weiß genau, wie man jemanden auf Super­star­level bringt. „Aber irgendwie muss ein gutes Outfit doch auch angenehm zu tragen sein“, findet die 27­Jährige. „Ich liebe das Gefühl, morgens aufzustehen und zu wissen, dass ich mich so anziehen kann, wie ich möchte. Das ist Freiheit, oder? Das gehört zu meiner Lebensqualität und so designe ich auch meine Looks.“ „Wir sind einfach so. Wenn meine Freunde und ich auf etwas Bock haben, dann machen wir das einfach. Wir hängen spontan bei ei­ nem Dance Battle ab oder fahren am Wochenende zum Festival um die Ecke. Wir sind da nicht so verkrampft.“

Eine Stylequeen in Sneakers

Es ist Mitte Juli in diesem eher fragwürdigen Berliner Sommer. Sonne gab es selten, trotzdem sind die Straßen von Neukölln und Kreuzberg immer voll von Leuten, die etwas ausstrahlen. Was ist es? Entsteht hier gerade eine neue Lässigkeit? Street­style in Sport­ Optik? Tätowierte Boys schlürfen neben uns in adidas­ Trainingshose und weitem Muskel­Shirt ihren Macha­Mate. Ladys auf Rennrädern düsen an uns vorbei, die Yogamat­ten umgehängt. Gefühlt hat hier jeder zweite eine Blackroll dabei. Und mittendrin Isi, in der Sonne dieses Eck­ Cafés. Ein grüner Tee. Sie trägt eine schwarze Sport­tight mit grellbunten Sneakers, drüber ein lässiges College­ Sweatshirt, Kopfhörer, Sonnenbrille. Mehr braucht es nicht. Haben wir schon die Sneakers erwähnt? „Sneakers sind echt mein Lieblingsthema. Wenn es ein Kleidungsstück geben würde, das mich definiert, dann sind es Sneakers. Das habe nicht ich gesagt, so nebenbei, das war eine Freundin! Aber ist schon was dran. “Sneakers sind absolute Wohlfühlschuhe. Spätestens seit Athleisure sind sie auch noch salonfähig geworden. Irgendwie haben wir es geschafft, dass Wohlfühlmode richtig gut aussieht. also, nicht jedem fällt das so leicht wie Isi, ihr steht das einfach. Sie fällt auf, ohne sich aufzudrängen. Ganz ent­spannt.

100% oder gar nüscht

Isi Wayne Athleisure

„Als ihr mich damals wegen den Fotos angesprochen habt, war für mich schnell klar, dass ich das machen will. Allerdings war mir auch klar, dass ich nur Dinge tragen würde, die mich und meine Persönlichkeit auch wirklich repräsentieren.“ Wir fanden das nur richtig und gaben Isi beim Shoot alle Freiheiten, ihren eigenen Look zu kreieren. Was leider zu einer kleinen, sagen wir... Komplikation führte: „Ich konnte mich überhaupt nicht entscheiden, was ich nicht anziehe! Da waren so viele tolle Sachen dabei“, lächelt sie. „Aber alles gut, auch meine Freunde sagen, das bin 100% ich. Unter 100 % mach ich’s nicht. Mir war das wichtig, dass ich meinen eigenen Style fahren kann, dass ich ich bleibe und nicht fake bin.“ „Warum?“, fragen wir noch, bevor wir uns trennen. „Na, ich will schließlich nicht, dass mir irgendwann meine Kinder die Bilder um die Ohren hauen und mich fragen: "Ey Mama, was hast du denn da getragen?!" Dann möchte ich ihnen sagen können: Ist mir egal, was ihr denkt, ich fand das damals verdammt geil!“

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