Hæ Island - DMAX Icelandcamp

Ab nach Island ins DMAX Camp.
Eine Reise durch Island

Gemeinsam mit DMAX haben wir das Island-Camp verlost. Für uns war Max @maximiliangierlphotography am Start, um Eindrücke und Bilder zu sammeln. Hier lest ihr, was er in den 4 Tagen erlebt hat: Wer bei diesem Titel gleich ans Dschungel-Camp denkt, der sei beruhigt. Im Folgenden geht es weder um Mutproben der außergewöhnlichen Art, noch um halbnackte C-Prominente. Bei einem Gewinnspiel von Sport Scheck, DMAX sowie der Bergsport Schule Vivalpin haben 7 Glückliche die Chance bekommen, die Natur Islands innerhalb von 4 Tagen zu erkunden. Neben spuckenden Geysiren, tosenden Wasserfällen und geheimnisvollen Lavahöhlen, rundet ein wilder Ritt auf Schneemobilen das Programm ab.

Wer - wie ich - denkt, es ist kein Problem das breitgefächerte Programm im immer hellen Island unterzubringen, es sei vorweggenommen, die LED Stirnlampe war ein durchaus nützliches Utensil auf dieser Reise. Böse Zungen behaupten, die 120 Stunden Leuchtdauer der LED Lenser Stirnlampe seien exakt auf die Reisedauer ausgelegt. Doch ganz so düster wurde es schlussendlich doch nicht.

HEY Iceland!

Nach kurzer Begrüßung am Flughafen in München ging es mit der Iceland Air nach Reykjavík. Unser lokaler Guide Einar war ein hochgewachsener Isländer, der keinen Zweifel an die Abstammung der hiesigen Bevölkerung von den Wikingern aufkommen ließ.

Eine Reise durch Island

Die anfangs grimmige Miene wich schon bald dem herzlichen isländischen Naturell. Die Tatsache, dass keiner von uns bisher das Land besucht hatte, ließ uns ein lautes "Fantastic" über seine Lippen wandern. Der Anblick des modifizierten Mercedes Sprinters zauberte ein breites Grinsen in die Gesichter der Teilnehmer.

JAJA - Auf geht's

In der Dämmerung fuhren wir auf isländisch-typischen Straßen hinab zur Südküste zum ersten Höhepunkt dieses Trips, dem Geysir Strokkur (übersetzt heisst das so viel wie Durchwirbeln). Bei unserer Ankunft war das Tageslicht endgültig passè. Die Nase verriet uns jedoch, dass wir am richtigen Ort waren. Beim Aussteigen aus dem wohlig warmen Auto durfte jeder am eigenen Leib erfahren, warum das Land auf englisch ICELAND genannt wird. Wohlige 1,5 Grad über Null. Daune macht Laune war angesagt.

Eine Reise durch Island

Entsprechend gekleidet und mit Stirnlampe machten wir uns daran, Licht ins Dunkel zu bringen. Wer keine Lust auf Touristenmassen hat, muss sich eben etwas einfallen lassen. Einar entliess uns nach kurzer Lehrstunde über die Entstehung eines Geysirs in die Dunkelheit wo wir kurzerhand fündig wurden. Powered by LED Lenser beobachteten wir mehrfach das Spektakel und zählten die Minuten bis zur nächsten Eruption, welche durchschnittlich alle 7 Minuten erfolgt.

Eine Reise durch Island

Nach dem abschließenden Abendessen fielen alle zufrieden in die Federn. Ausgeschlafen und mit frischem Vollkornbrot gestärkt, waren alle wieder bereit für den Einstiegsboulder zu neuen Abenteuern. Zunächst würden wir Strokkur einen weiteren Besuch abstatten, bevor es zum Gulfoss (Foss = Wasserfall auf Isländisch) ginge.

Eine Reise durch Island

Gullni hringurinn nennen die Isländer die Sightseeingtour bestehend aus Strokkur und dem Wasserfall Gulfoss, was so viel wie Goldener Kreis übersetzt bedeutet. Beinahe wäre Zweiterer in den 1920er Jahren einem Elektrizitätswerk zum Opfer gefallen. Zum Glück wehrte sich die ansässige Bevölkerung, und so dürfen bis heute jedes Jahr tausende Besucher den Wassermolekülen beim Stürzen zusehen. Bei sanftem Nieselregen waren wir an diesem Morgen allerdings fast die einzigen Schaulustigen, die sich hierher verirrt hatten.

Eine Reise durch Island

Zum Wetter auf Island muss man generell Eines wissen, es ist unberechenbar. 4 Jahreszeiten innerhalb weniger Stunden sind mehr Regel als Ausnahme. Aus Einars Sicht vollkommene Zeitverschwendung, den Wetterbericht zu studieren. Zu Recht. Denn fährt man 10 Kilometer, so weicht oft strahlender Sonnenschein munterem Schneegestöber und umgekehrt. Mir als Fotograf sollte das nur recht sein, mit strahlend blauem Himmel schießt man selten gute Fotos. Und so nahmen alle Ihre mittlerweile angestammten Sitzplätze wieder ein und es ging ins Landesinnere. "From here we officially leave civilisation”, sagte Einar als wir die Ring-Road links in Richtung Langjökull-Gletscher verließen. Die schnöde Teerstrasse wurde zur Schotter- und bald zur Schneepiste, rechts und links umgeben von unendlichen Weiten unberührter Landschaft. Etwa 3 Kilometer vor dem Eisriesen machten wir Halt beim Base-Camp von Freyd, einem für isländische Verhältnisse extrovertiertem Glaziologen. Zeit für einen gletscher-tauglichen Outfitwechsel, der Teletubbie-Look wich einem Kanalarbeiter-Dress, noch unwissend, dass dieses später passender nicht hätte sein können.

Eine Reise durch Island

Hände aus den Jackentaschen!

Selbst ist der Icelandcamper. So fanden wir uns hinter dem Lenker eines Snowmobils wieder. “This is about leaning”, gab uns Freyd noch mit auf den Weg, bevor er die Ersten in der Reihe in eine dichte Schneewolke hüllte. Was auf YouTube so einfach aussieht, stellte sich als anstrengender heraus aus, als angenommen und so gaben wir zunächst etwas zögerlich Gas. Der frische Neuschnee vom Vortag vermochte so manche Eiswoge zu glätten. Der eine oder andere Ausflug in die glaziale Buckelpiste ließ sich aber nicht vermeiden.

Eine Reise durch Island

Nächster Halt - Unterwelt

Nach etwas holprigem Start hatte bald jeder den Dreh heraus und so erreichten wir bald den Fuß eines kleinen Berges inmitten des Gletschers. Ein kurzer Marsch durch den knirschenden Neuschnee brachte uns zu einer kleinen Öffnung im Eis in der Freyd, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, sofort verschwand. Mit gemischten Gefühlen folgte ihm einer ums andere auf dem Hosenboden in die Tiefe. Die Szene erinnerte entfernt an die Lemminge. Die Fahrt endete abrupt nach wenigen Metern in einer kleinen Höhle, wobei dieser Begriff in Anbetracht dessen, eine reine Untertreibung darstellt. Kurzum arbeiten wir uns auf allen Vieren weiter in den Gletscher vor. Das Eis funkelt in sämtlichen Blauspektren von allen Seiten. Schließlich erreichen wir eine nach oben geöffnete Eishöhle.Ein unbeschreibliches Erlebnis.

Eine Reise durch Island

Spätestens jetzt war das Eis unter den Teilnehmern - wortwörtlich - gebrochen! Bei der Rückfahrt trauten sich nun alle, nachzusehen wie schnell das Snowmobil über den Gletscher flitzen kann. Ich notierte eine Maximalgeschwindigkeit von 80 Km/h.

(Almost) Secret lagoon

Nach den aufregenden Erlebnissen des Tages kam ein Bad in einer heißen Quelle gerade Recht. Der Name ist hier nicht unbedingt Programm…

Eine Reise durch Island

What you want for Dinner - Aurora

”Such days should never end” heißt es so schön, und jener war einer davon. Hatten wir schon tagsüber Unglaubliches erlebt und Petrus auf unserer Seite, der Abend sollte dem Ganzen die Krone aufsetzen. Insgeheim hatte jeder von uns gehofft, dass Polarlichter unseren Weg kreuzen würden. Ist ja schließlich all-inclusive, Ha!? "Leave everything and get into the car! They’re there!", rief Einar, während wir gerade mit dem Speisekartenstudium beschäftigt waren. Über eine schmale Strasse mit Schlaglöchern, des Ausmaßes eines Yoga-Balles, erreichten wir die light-polutionfree-zone, um diesem Naturspektakel beizuwohnen.

Eine Reise durch Island

Lava-Wüste statt Hügelhopping

Den ursprünglichen Plan einer einfachen Wanderung verwarfen wir. Einar hatte eine bessere Idee und brachte uns zum Schauplatz des neuesten Star-Wars-Films. Tatsächlich passten Sternenzerstörer und R2D2 perfekt in diese unwirkliche Lava-Wüste, umgeben von moosbewachsenen Bergen. Zwei der Gruppe erweckten den Gollum in sich und erreichten mit Händen und Füssen einen atemberaubenden Aussichtspunkt.

Im Herz des Gletschers

Am Ende der Wüste wartete ein weiterer Gletscher auf uns, auf dem Weg dorthin stellten sich die harmlos anmutenden Bachüberquerungen als Crux des Ganzen heraus.

Eine Reise durch Island

Nicht ganz trockenen Fusses erreichten alle das Gletschertor, das einer Höllenpforte gleichte. Hier fühlten wir uns einmal mehr als Crew eines Sternenzerstörers auf Erkundungmission, denn als All-Inklusive-Icelandcamper. Das infolge regelmäßiger Vulkanausbrüche schwarz gefärbte Eis komplettierte das Bild exzellent. Als Randinformation sei erwähnt, dass sich nahezu alle Gletscher auf der Insel auf Vulkanen befinden. Mutigen Schrittes traten wir ein und folgten einem schneckenhaus-ähnlichem Gang, während das Wasser von allen Seiten tropft. Surreal erscheinen die durch Wasser geformten Eisstrukturen, die uns umgeben. Der Korridor endet inmitten eines pechschwarzen Eisdoms, nur durch eine kleine Luke mit der Aussenwelt verbunden. “Wow” ist die wohl treffendste Beschreibung.

Eine Reise durch Island

Vamos a la Playa!

Ja, richtig gehört. Auch atemberaubende Strände gibt es in Island. Mallorca-typisches Strandfeeling will hier allerdings nicht aufkommen, wenn Mutter Natur einmal mehr demonstriert, wer hier die Hosen anhat. Der raue Seegang passt bestens zu den Steinformationen und Höhlen, die den Black Beach umgeben. Captain Jack Sparrow ließe sich hier bestens ins Bild einfügen.

Eine Reise durch Island

Foss - Foss - Hellir

Die 3 Tage waren wie im Flug vergangen und langsam traten wir die Rückreise nach Reykjavik an. Zuvor machten wir noch halt an zwei Wasserfällen, deren Namen (abgesehen von “Foss") mir entfallen sind. Das grande final bildete ein Lava-Tunnel. Diese entstehen nach Vulkanausbrüchen, wenn zähflüssige Lava in der Mitte schneller fliesst als am Rand. Kühlt der Randbereich langsam ab, während der mittlere Strom weiter fließt, lässt dieser nach Ende einen Tunnel zurück. Diese können bis zu 50 Meter lang werden und ziehen sich zum Teil bis unter die Meeresoberfläche. Der, den wir besuchten besteht in unveränderter Form seit 500 Jahren. Während man durch den Tunnel streift ist man, trotz aller Versicherungen, Steinschlag sei keine Gefahr, froh darum einen Helm auf den Kopf zu haben.

Eine Reise durch Island

Reykjavik begrüßte uns mit strahlendem Nieselregen gefolgt von einem wunderschönen Sonnenuntergang. Einar verabschiedete sich am Hotel und entließ uns zum abschließenden Bummel durch die Stadt. Ein wenig Wehmut über die Heimreise konnte keiner der Teilnehmer verbergen, aber die Freude über die mannigfaltigen Erlebnisse überwog. In 4 Tagen war aus 8 wildfremden Menschen eine homogene Gruppe geworden. Der eine oder andere Weg wird sich auch sicher nochmals kreuzen. 7 glückliche Icelandcamper sagen Danke an Sport Scheck, Dmax und Vivalpin die das Ganze ermöglicht haben. Über die Ausrüstung, gesponsert von The North Face, Lowa, Leatherman sowie LED Lenser waren wir jeden Tag froh.

Eine Reise durch Island

Ich hoffe dieser Bericht hat euch euch neugierig gemacht. Die schier unglaubliche Vielfalt an atemberaubenden Orten findet man nur an wenigen anderen Orten dieser Erde. Die Naturgewalt ist omnipräsent, die Fläche enorm und der Abenteuerlust sind fast keine Grenzen gesetzt. Die Naturgewalt bedingt den stetigen Wandel, dem die Insel unterworfen ist. 30 Erdbeben pro Monat und im Durchschnitt ein Vulkanausbruch alle 4 Jahre sprechen für sich. Die heimische Bevölkerung geht bei der Natur mit bestem Beispiel voran. Das oberste Ziel ist stets, keine Spuren zu hinterlassen, um noch vielen anderen die Möglichkeit zu geben, die Landschaft in ihrer ursprünglichen Form zu erkunden. Die Orte, die wir besuchen durften, existieren heute vielleicht schon nicht mehr. Nicht nur das ist ein Grund, diesem wundervollen Land einen (erneuten) Besuch abzustatten.  

Hier nochmal das Team für dich:

[Best_Wordpress_Gallery id="47" gal_title="Island Team"]   Also, Mitmachen lohnt sich, denn auch 2018 wird es (hoffentlich) wieder eine neue Episode geben!

Diese Beiträge könnten dich auch noch interessieren