Challenge Roth – richtig tapen

Die bunten Tapes sieht man immer häufiger im Training und im Wettkampf. Auch Mathias aus unserem Triathlon-Team nutzt sie gelegentlich - für diese Zwecke: Ob beim Schwimmen oder bei einer anderen Sportart. Einmal nicht richtig aufgepasst und schon ist es passiert: Ein Muskel wurde überbeansprucht und kann nicht mehr seine volle Leistung entfalten. Es zwickt und die Bewegungen laufen nicht mehr ganz rund, aber auch folgende Ursachen können vorliegen: Rückenschmerzen Muskelverletzungen und -beschwerden (Zerrungen, Faserrisse) Gelenkbeschwerden (z. B. Bandverletzungen, Instabilitäten, Arthrose, Schwellungen) Sehnenbeschwerden (z. B. Sehnenscheidenentzündungen) Überlastungsschäden an Muskeln, Bändern und Sehnen Fehlhaltungen, Haltungsschwächen, Fehlstellungen (z. B. Skoliose) Aber für diese Fälle kann fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wundermittel Tapen

Um trotz Beschwerden seinen Bewegungs – und Stützapparat sachte bewegen zu können, greifen viele Menschen auf das Tapen zurück. Taping unterstützt die Bewegungsabläufe und hilft den Muskeln sich aktiv zu regenerieren Heute möchte ich Euch die verschiedenen Tapingbänder und deren Funktion, sowie die gängigsten Methoden vorstellen, die es Euch ermöglichen, trotz Verspannung und Schmerzen weiterhin einigermaßen mobil zu bleiben.

Kinesiologische Bänder (Tapingbänder) gibt es in unterschiedlichen Farben: Rot: soll eine wärmende Wirkung haben, regt den Kreislauf an Gelb: soll das Lymphsystem unterstützen und ist stoffwechselanregend Blau: soll eine kühlende Wirkung haben. So z.B. bei Schwellung, Prellung etc. Schwarz: werden gerne von Sportlern genommen, da sie neutral wirken sollen oder sie werden über die farbigen Tapes gelegt, um deren Wirkung zu verstärken Es gibt sie aber auch in noch in grün, beige etc. Die unterschiedlichen Farben beruhen auf einer älteren Behandlungsmethode -nämlich der Farbtherapie. Wissenschaftlich sind Farben elektromagnetische Wellen, die in einem bestimmten Schwingungsbereich zerlegt werden können. Die Tapes können auch in jeder Lage getragen werden. Sie können beim Duschen und Schwimmen sowie bei allen anderen Sportarten getragen werden.

Tipps zum Tapen

Bevor man sich jedoch tapen lässt, sollte man einige Dinge beachten: Die Haut sollte trocken, sauber und fettfrei sein Bei starker Behaarung sollte rasiert werden Nach Anamnese wird die passende Technik durchgeführt Durch Reiben muss der wärmeempfindliche Kleber aktiviert werden Die Enden sollten zur besseren Haftung abgerundet werden Tape in Haarwuchsrichtung abziehen, möglichst nah am Körper abziehen im Zug- und Gegenzugverfahren Der Tape-Verband sollte ca. 20–30 min vor sportlichen Aktivitäten angelegt werden Entfernen des Tapematerials am besten unter der Dusche Beim Tapen gibt es leider keinen Plan der genau sagt, welche Methode für welchen Körperteil zu verwenden ist, da jeder Mensch so individuell ist, dass man je nach empfinden auf jeden einzelnen eingehen muss. Der Körper und gerade der Muskel – und Bewegungsapparat ist ein sehr komplexes Konstrukt. Es kann beim Sport aber auch allgemein in der Freizeit sehr viel passieren, dass die komplexen Abläufe stören. Von daher ist es wichtig zu wissen, dass es sich hierbei jedoch um einen Eingriff in den gesamten Bewegungsapparat handelt und somit sollte dies einem Physiotherapeuten oder Osteopathen überlassen werden, der im Idealfall mit einer gezielten, eingehenden Behandlung die schmerzende Körperpartie, therapiert. Ansonsten kannst Du Gefahr laufen, dass Du Dir Deinen Bewegungsapparat schädigst und mehrere Wochen oder sogar Monate brauchst Dich wieder zu „erholen“. Nachdem die therapeutische Anamnese (Ermittlung der schmerzenden Partie) durchgeführt wurde, sind zur Durchführung der verschiedenen Techniken, verschiedene Tape Zuschnitte notwendig. Dabei wird unterschieden zwischen den I -,Y -, X-Zügeln und den Fächern.

Trotz zunehmender Anwendungen und breiter Akzeptanz bei sowohl Ärzten, Physiotherapeuten u. a. Behandelnden, als auch den Patienten selbst, fehlen immer noch der Beweis zur Wirksamkeit und beweisführende Untersuchungen zum Wirkmechanismus. Ich persönlich kann nur sagen, dass mir das Tapen in den letzten Jahren immer wieder bei kleineren Verletzungen sehr geholfen hat, damit ich aktiv im Training bleiben konnte und nicht für längere Zeit ausgefallen bin. Und wenn es nur für meinen Kopf war, hat es mir auch schon, was gebracht. Aber ehrlich gesagt, glaube ich an die Wirkung. Letztendlich ist es jedem selber überlassen - Ich finde es jedenfalls eine gute Sache.

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