Yoga – mit oder ohne?

Yoga mit Musik? Wir klären auf.

Obwohl Yoga per Definition äußerst viel mit „Einheit“ zu tun hat, ist sich die Yogaszene sehr uneinig darüber, was den Einsatz von Musik angeht. Yogaüben mit Musik oder nicht? Ein großes Thema. Ich habe mir die zwei Lager mal angeguckt.

Silence! I kill you!

Yoga erfordert hohe Konzentration. Je nach Yogarichtung sogar super hohe Konzentration. Der Körper sollte möglichst korrekt und vor allem bewusst ausgerichtet und mit einem geführten Atem synchronisiert werden. Man muss sich fokussieren, darf sich nicht ablenken lassen. Das ist nicht ganz einfach, wenn da noch Daft Punk in den Boxen herumhampeln – oder dieses Lied von Madonna, wo sich alle in knallbunten Neonleggins vorne über beugen. Wie hieß das noch mal…? Seht ihr: Schon abgelenkt. Musik führt also die geistige Ausrichtung nach außen, beim Yoga wollt ihr aber nach innen. Außerdem ist es (für Anfänger) fast unmöglich einen Atemrhythmus zu finden, wenn ein Beat dazu läuft.  

 

Aufdrehen und ab durch die Sonnengrüße!

Üben in absoluter Stille kann echt ätzend sein. Obwohl es wahrscheinlich viel, viel besser für die Qualität unserer Yogapraxis wäre. Aber wir leben nun mal in einer sehr lauten, hektischen, schnelllebigen Welt. Unter diesen Voraussetzungen nach Feierabend in eine Yogastunde zu rennen, in der man sich fühlt wie im Bett, nachdem man die ganze Nacht neben der Clubanlage getanzt hat, ist für nix. Und führt ganz schnell dazu, immer mehr Gründe zu finden, nicht mehr ins Yoga zu gehen. Ein solcher Ruheschock kann sogar Aggressionen auslösen, die im Yoga so gar nichts zu finden haben (ich weiß wovon ich spreche). Sehr yogakontraproduktiv. Man kann die Yoga-Schüler doch auf eine sanfte Art und Weise abholen, mit ein bisschen guter Musik? Es ist genauso wie bei der Meditation. Man beginnt erst damit, sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren, bis man es irgendwann hinbekommt, gar keine Gedanken mehr zu haben. Es gibt sicher Ausnahmen, aber die meisten Menschen sind einfach nicht als fertige Buddhas geboren. Vielen Yogaschülern (und sicher auch Lehrern) fällt das Eintauchen in die Yogapraxis mit Musik einfach viel leichter. Und das ist absolut ok.

Musik macht Spaß!

Yoga kann eine furchtbar ernste, allumfassende Sache sein. Es geht dabei um alles: Unsere physische und psychische Gesundheit steht auf dem Spiel. Unsere geistige und seelische Weiterentwicklung. Unseren Umgang mit uns selbst und unserer Umwelt. Ziemlich krasses, gewichtiges Zeug. Und zu was soll uns das alles führen? Letztendlich doch auch zu tiefer Zufriedenheit und einem glücklichen Leben. Was macht es also für einen Sinn, wenn wir keinen Spaß an der Sache haben? Ich finde Yoga darf und muss auch Spaß machen. Und gute Musik hilft da ungemein. Ich bin mir absolut sicher, dass jeder, der zwar sehr bewusst, aber dennoch mit Spaß und Freude übt, auch Fortschritte macht und seine Konzentrations- und Meditationsfähigkeit und Selbstwahrnehmung schult.

 

Nun aber zum vielleicht wichtigsten Punkt in diesem Artikel: Was verstehe ich denn eigentlich unter guter Musik für’s Yogaüben? Kann ich euch sagen. Es sind Stücke die mich komplett in die Asanas eintauchen lassen und mich durch die Stunde tragen. Zu Beginn sanft-sphärisch, dann trip-hoppig, hin zu basslastig und wieder zurück. Und immer schön nach dem Motto: Je mehr Bass umso basser. Zum Beispiel so:

Diese Beiträge könnten dich auch noch interessieren

New South Wales: So schön ist das Ende der Welt

by sportscheck

Als erstes wollen wir mal mit einem weit verbreiteten Irrtum aufräumen: Sydney ist nicht die Hauptstadt Australiens. Das ist Canberra. Aber wenn ihr euch auf den Trip ans andere Ende der Welt – von Deutschland aus gesehen - wagt, dann sollte Sydney eure erste Anlaufstelle sein. Denn Sydney ist eine Stadt der Superlative. Wie viele andere Orte dieses faszinierenden Landes auch.

So war der MADE FOR MORE Award

by sportscheck

Zehn Preisträger, mehr als 500 Gäste und tausende Gänsehaut-Momente im Studio wie zu Hause vor den TV-Geräten. Am Samstag feierte der MADE FOR MORE AWARD Premiere.

Warum Warm-up und Stretching im Winter doppelt wichtig sind

by sportscheck

Minusgrade halten dich nicht davon ab, draußen Sport zu treiben? Richtig so. Aber bevor es ab auf die Piste oder rein in die (kalten) Laufschuhe geht, solltest du dich richtig aufwärmen. Es sei denn, du willst eine gute Ausrede für wochenlange Netflix-Sessions auf der Couch haben - denn ohne ausreichend Warm-up drohen Verletzungen.

Handball WM: das erwartet das deutsche Team

by sportscheck

Nach einer Achterbahnfahrt aus Erfolgen und Niederlagen in den letzten Jahren kann sich das DHB-Team vor heimischer Kulisse bei der WM erneut beweisen. Mit neuem Modus und einer wiedergewonnen Geschlossenheit.

Frida Mindt: Made for more than Triathlon

by sportscheck

Job, Kinder, Triathlon, Blog – Frida Mindt ist die Art Mensch, den man dafür bewundert, dass er so viele Dinge gleichzeitig unter den Hut bekommt und dabei auch noch stets cool aussieht. Frida Mindt ist MADE FOR MORE.

Super Bowl: Das größte Sportevent des Jahres

by sportscheck

Ganz egal, ob man sich für American Football begeistert oder nicht: In den USA kommt am Super Bowl niemand herum. Auch hierzulande wird das Sportevent der Superlative immer beliebter.

Tipps für eine bessere Schlafroutine

by sportscheck

Guter Schlaf ist wichtig. Dennoch beschäftigen wir uns wenig damit, unsere Schlafqualität zu verbessern. Sinah hat fünf Tipps für euch, wie ihr das meiste aus eurer Nachtruhe herausholen könnt.