Skitouren

Skitouren - Tipps, Besonderheiten und Risiken

Skitouren – Tipps, Besonderheiten und Risiken



Trendsport Skitourengehen


Die Trendsportart Skitourengehen ist in aller Munde. Doch für wen ist diese Sportart eigentlich geeignet? Welche Ausrüstung braucht man? Und welche Risiken gibt es?

Zu diesen und weiteren Fragen haben wir uns mit Peter Fresia zusammengesetzt, Einkäufer Outdoor Hartware und Outdoor Schuhe. Neben Tipps zu der richtigen Ausrüstung hat er auch einige praktische Hinweise parat, da er langjährige Erfahrung als Bergführer mitbringt.


Unabhängigkeit ist der Hauptreiz beim Skitourengehen

Das Besondere am Skitourengehen ist laut Peter die Unabhängigkeit: Sportler sind in dieser Disziplin nicht an feste Zeiten oder gar Pisten gebunden. Die Vielfalt geht mittlerweile von der Piste bis ins Gelände hinein, so dass sich verschiedene Berge und Regionen zum Skitourengehen anbieten.


Die richtige Strecke ist entscheidend

Auch beim Skitourengehen gilt: Planung ist die halbe Miete. Zunächst einmal sollte die passende Region ausgesucht werden. Hier geben zahlreiche Skitourenführer Orientierung, welcher Berg sich eignet. Denn: Man braucht bestimmte Voraussetzungen für den Aufstieg, wichtig sind dabei vor allem die angelegten Aufstiegsspuranlagen. Auch die Abfahrtsroute sollte gewissen Kriterien entsprechen, denn zwischen einem bewaldeten Stück macht eine Abfahrt einfach keinen Sinn.

Trendsport Skitourengehen


Tipps für Einsteiger


Grundvoraussetzung fürs Skitourengehen ist natürlich das Skifahren. Eine rote Piste abzufahren sollte kein Problem sein. Für Einsteiger rät Peter Fresia: Erst einmal auf bekanntem Gelände bewegen und eine Tour in Pistennähe zu machen.


Hier eignet sich zum Beispiel die SportScheck-Route am Kolbensattel im Oberammergau. Dort kann man tagsüber und an zwei Abenden (Dienstag und Donnerstag) bis 23 Uhr in der Nacht auf Skitour gehen. Auf der gekennzeichneten Route erreicht man nach ca. 400 Höhenmetern die Kolbensattelhütte. Hier sorgt eine extra Aufstiegsroute dafür, dass Skifahren und Skitouren sehr gut in einem Gebiet miteinander kombiniert werden. Die Piste selbst wird dann von beiden Sportlern zur Abfahrt genutzt.


In diesem bekannten Gelände muss ich mich nicht auf Risiken vorbereiten, sondern kann mich sehr gut mit der Ausrüstung vertraut machen.


Besonderheit der Ski

Ein Tourenski ist erfahrungsgemäß leichter und hat Felle für den Aufstieg. So rutscht der Sportler beim Aufstieg nicht wieder ab. Mittlerweile hat sich auch die Ausrüstung für Skitourengeher weiterentwickelt, so dass es für die verschiedensten Anforderungen das richtige Equipment gibt:


  • Profis, die auf Schnelligkeit setzen, sollten eher einen leichten Ski favorisieren und nutzen so den Aufstieg für einen optimalen Trainingseffekt.
  • Wer die Abfahrt bevorzugt und den Aufstieg als Mittel zum Zweck sieht, sollte eher auf einen breiteren Ski setzen. Dieser ist dann auch etwas schwerer, kann im Gegensatz zum leichteren Ski aber auch komfortabler abfahren. Im Gelände werden die breiteren Ski zum Freeriden bevorzugt, da hier Sicherheit und Performance im Vordergrund stehen.
Skitouren - Tipps für Einsteiger


Welcher Tourenski passt zu mir?


Tipp von Peter: Wer sich unsicher ist, sollte sich zunächst an dem orientieren, was er von der Piste her gewohnt ist, also auf einen Allroundski setzen. Bei SportScheck können diese auch in den Filialen München, Stuttgart, Dresden und Berlin für 49 Euro ausgeliehen werden. Beim Kauf eines Skis ab einem Warenwert von 150 Euro wird dieser Betrag anschließend wieder angerechnet. Mehr Informationen zu diesem Angebot findest Du hier.


Markenauswahl

Tipp zur Markenauswahl: Hier solltet ihr euch generell an eurer Schuhform orientieren. Über die Schuhmarken können dann leicht Ski- und Bindungsmarken bestimmt werden. Peter braucht zum Beispiel schmale Schuhe und setzt auf Leichtigkeit. Vorteilhaft sind thermoverformbare Innenschuhe, die nach Erhitzung an den Fuß angepasst werden können.


Sein derzeitiger Favorit ist der PDG von Dynafit, der derzeit in den Filialen München, Dresden und Berlin erhältlich ist. Das sollte aber jeder individuell entscheiden. Wer auf Leichtigkeit setzt, sollte dies auch sowohl auf Schuhe als auch auf die Ski projizieren. Dynafit beispielsweise hat eine breite Vielfalt, was die Ski angeht. Auch Salomon und Scarpa sind im Bereich der Skitouren erwähnenswert.

Welcher Tourenski passt zu mir?


Risiken des Skitourengehens


Sobald ich mich als Skifahrer von der Piste wegbewege, muss ich mit gewissen Risiken rechnen. Hier gilt es, sich vorzubereiten. Sobald ihr euch außerhalb des gesicherten Geländes bewegt, gehört ins Gepäck eine Notfallausrüstung mit Lawinensonde, LVS-Gerät, eine Schaufel (diese sind bei der Ausleihausrüstung von SportScheck ebenfalls enthalten) sowie ein Erste-Hilfe Set ergänzt durch einen Biwaksack. Dieser schützt im Notfall vor Unterkühlung. Ein ABS-Rucksack ist ein zusätzliches Tool, welches im Notfall Leben retten kann.

Das erste Ziel sollte es aber sein, gar nicht erst in eine Lawine zu geraten. Das fängt mit einer sorgfältigen Tourenplanung an!

Risiken des Skitourengehens