Eine Reihe von Zelten im Himalaja Gebirge.

Zelte – dein Zuhause in freier Natur

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Unbegrenzte Freiheit: Zelten im Himalaya (Foto: ©istockphoto.com/fotoVoyager)

Das Campen in freier Natur hat schon etwas Abenteuerliches. Für viele von uns ist es ein wieder erlebtes Ereignis aus der Kindheit, als wir zum ersten Mal das Gefühl von Freiheit erlebt haben. Heute gehört es dazu, um unsere Welt zu entdecken und zu erleben.

Ein professionelles, hochwertiges Zelt ist dafür unabdingbar. Wenn du klare Vorstellungen hast, wie, mit wem und wohin dein Abenteuer geht, wird dir die Auswahl deines Zeltes leichter fallen, da du eine Menge Faktoren berücksichtigen musst. Alles was du wissen musst, sagen wir dir hier.

Welches Zelt passt zu mir?

Wenn du dir ein Zelt zulegen willst, gilt es zuerst die grundlegenden Fragen zu klären: Was hast du damit vor? Und wie viele Leute sollen drin schlafen können? Also wird es eine Expedition in großen Höhen, wo Sturmstabilität wichtig ist? Oder eine Trekkingreise auf der du das Gepäck die ganze Zeit trägst?

In diesem Fall lohnt es sich, aufs Gewicht zu achten. Wenn es dagegen mit der Familie an den See bzw. auf den Campingplatz geht, ist vor allem das Raumangebot wichtig, während das Gewicht komplett vernachlässigt werden kann. Apropos Raumangebot: Auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Für zwei Leute mit großem Gepäck kann ein Dreipersonenzelt durchaus sinnvoll sein. So bleiben die Rucksäcke bei Regen über Nacht trocken.

Sobald das geklärt ist, kannst du dir Gedanken um die Konstruktion und das Material machen. Unabhängig von der Form setzen meisten Zelthersteller auf doppelwandige Konstruktionen. Das heißt ein wasserdichtes Außenzelt wird mit einem atmungsaktiven Innenzelt kombiniert. Der Vorteil liegt dabei in der guten Belüftung des Innenraums. Kondenswasser schlägt sich zudem am Außenzelt nieder, wodurch das Innenzelt trocken bleibt. Zudem isoliert die Luftschicht zwischen Innen- und Außenzelt bei doppelwandigen Zelten ein wenig.

Kuppelzelte

Wer heute von einem Trekkingzelt spricht, hat meistens das Bild eines Kuppelzelts im Kopf. Dabei kreuzen sich mehrere Gestängebögen, was die Windstabilität erhöht. Eine spezielle Form der Kuppelzelte sind Geodäten. Bei diesen Zelten liegend die Gestängebögen so, dass sie sich mehrfach überkreuzen, was die Stabilität deutlich erhöht. Geodäten kommen aufgrund dieser Eigenschaften vor allem auf Expeditionen und im rauen Klima zum Einsatz.

Normale Kuppelzelte sind auch auf dem Campingplatz eine gute Wahl. Ein weiterer Vorteil der Kuppelzelte besteht darin, dass es sich dabei um eine selbsttragende Konstruktion handelt. Das heißt einmal aufgebaut, kannst du das Zelt umhertragen bis du den optimalen Platz gefunden hast. Mehrere Abspannmöglichkeiten erhöhen die Sturmstabilität.

Tunnelzelte

Tunnelzelte dagegen werden auf dem Boden abgespannt, während mehrere hintereinander liegende Gestängebögen für den nötigen Platz sorgen. Im Gegensatz zum Kuppelzelt sind die Tunnelzelte oft leichter, da die Konstruktion mit weniger Gestänge und weniger Gestängekanälen auskommt.

Auch das Raumangebot ist bei gleicher Bodenfläche größer. Allerdings muss dafür der Untergrund genügend Abspannmöglichkeiten bieten und auch die Sturmstabilität ist nicht ganz so gut wie bei Kuppelkonstruktionen. Firstdachzelte oder Dackelgaragen wie sie früher genannt wurden, waren lange der Innbegriff der Zeltkonstruktion.

Mit Aufkommen der Kuppelzelte wurden sie fast verdrängt. Mittlerweile findet die Konstruktion in der Ultraleichtbewegung wieder Anhänger. Da die geraden Zeltstangen hier durch Trekkingstöcke ersetzt werden können, muss nur noch der Zeltstoff getragen werden. Sehr nah verwandt sind die Pyramidenzelte, die nur über eine Firststange verfügen.

Campen für Einsteiger: Popup Zelte

Popupzelte erfreuen sich vor allem auf Festivals und bei Gelegenheitscampern großer Beliebtheit. Ihr Vorteil: Der Aufbau geschieht von selbst. Einfach das Zelt aus der Verpackung nehmen, in die Luft werfen, abspannen fertig. Für windige Gegenden ist diese Art des Aufbaus natürlich nicht geeignet.

Wann ist ein Zelt wasserdicht?

Zum Messen der Wasserdichtigkeit wird die Wassersäule verwendet. Sie gibt an, wie viel Millimeter Wasser Druck auf das Gewebe ausüben können bevor sich die ersten Tropfen durch den Stoff drücken. Als wasserdicht wird ein Zeltstoff mit einer Wassersäule von 1.500 mm oder mehr bezeichnet. In der Praxis lohnt es sich beim Außenzelt nach etwas höheren Werten Ausschau zu halten.

Der Zeltboden dagegen sollte deutlich höhere Werte aufweisen. Denn hier drückt das Körpergewicht gegen den nassen Untergrund. Damit hier nichts durch kommt, sollte die Wassersäule für den Zeltboden bei mindestens 3.000 mm liegen. Eine Zeltunterlage schützt den Zeltboden vor spitzen Steinen und schützt ebenfalls vor der Durchfeuchtung des Innenraums.

Dabei gilt wie überall: Zeltfeatures dem Einsatzbereich anpassen. Wer ein Wochenende auf der Bauernhofwiese verbringt, braucht weniger belastbares Material als der Expeditionsbergsteiger im Hochgebirge.

Ein Pärchen stellt ein Zelt auf einer grünen Wiese auf.

Woran erkenne ich ein hochwertiges Zelt?

Geht ganz einfach: Der Aufbau moderner Zelte (Foto: ©istockphoto.com/KatarzynaBialasiewicz)

Hochwertige Zelte zeichnen sich durch ein geringes Gewicht, abriebfestes Material und eine saubere Verarbeitung aus. Besonderes Augenmerk sollte auf die Nähte gelegt werden, denn sie sind die potentiellen Schwachstellen bei jedem Zelt.

Markenhersteller verwenden in der Regel eine Doppelsteppstich-Klappnaht. Dabei werden die Säume zweier Stoffstücke so ineinander gefaltet, dass vier Lagen Stoff übereinander liegen. Dann werden diese vier Stoffschichten mit einer Naht verbunden und anschließend per Nahtband versiegelt.

Reißverschlüsse sind ein weiterer Knackpunkt bei vielen Zelten, da sie oft hohen Belastungen ausgesetzt sind. Die Verwendung von Markenreißverschlüssen treibt den Preis nach oben, lohnt sich aber auf lange Sicht, da sie besser laufen und zuverlässiger funktionieren.

Der Belüftung kommt ebenfalls eine große Bedeutung zu. Bei zwei Personen entsteht im Laufe der Nacht allein über die Atemluft eine große Menge Feuchtigkeit, die das Zelt verlassen muss anstatt sich auf Schlafsäcke und Ausrüstung zu legen. Hochwertige Zelte verfügen über funktionelle Belüftungsöffnungen, die zuverlässig die Feuchtigkeit entweichen lassen.

Wer sich nicht für ein Popup Zelt entscheidet, ist froh, über eine Farbcodierung an den Gestängekanälen, die anzeigt, welcher Gestängebogen in welchen Kanal gehört. Je nach Zelttyp kommen dabei unterschiedliche Gestängematerialien zum Einsatz: Glasfaserrohre sind preiswert und stabil, aber etwas schwerer als Alu. Aluminiumrohre sind stabiler und langlebiger als Glasfaser, aber auch etwas teurer.

Wie pflege ich mein Zelt am besten?

Der wichtigste Grundsatz, um sein Zelt lange zu behalten lautet: Niemals nass lagern. Wenn du es nicht schaffst, dein Zelt in der Früh trocken zu verpacken, ist das in der Regel kein großes Problem, da es am selben Abend wieder aufgebaut wird und ablüften kann.

Im Keller oder Schrank dagegen sollte es ausschließlich trocken und sauber eingelagert werden. Schmutz lässt sich gut mit einem feuchten Lappen entfernen. Dabei besonders auf kleine Steinchen achten, die den Stoff im ungünstigsten Fall auch durchscheuern können. Die Waschmaschine ist dagegen kein guter Ort für Zelte, da hier auch die Beschichtung ausgewaschen wird.