Du suchst das Abenteuer? Das solltest du beim Wildcampen beachten

Der Natur ganz nah zu sein, erfreut viele Menschen, ganz besonders Outdoorliebhaber. Das Wildcampen hat dabei seinen besonderen Reiz – doch aufgepasst: Es gibt einiges, was du bei diesem Draußen-Abenteuer beachten solltest. Hier sind 5 Tipps.
wildcampen in den Bergen

So manch einer hat den Sommerurlaub 2020 bereits storniert, andere haben gar nicht erst gebucht. Aber braucht es das überhaupt? Man dann doch auch einfach ein Zelt aufschlagen und unter freiem Himmel schlafen... in der Natur, fernab von Campingplätzen ist das sowieso viel schöner. Klingt romantisch – beim Wildcampen gibt es jedoch einiges zu beachten. In Deutschland ist das nämlich gar nicht erlaubt. Wenn du diese 5 Tipps beherzigst, klappt's mit dem Wildcamping:

1. Wo ist Wildcampen erlaubt?

Wildcampen ist nicht überall straffrei. In Norwegen und Schweden gilt das Jedermannsrecht, da hast du gute Karten. Auch in Schottland ist das Wildcampen erlaubt. In der Schweiz kann man ebenfalls wildcampen, aber gelten dort strengere Auflagen. Außerdem ist die Rechtslage von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Ähnlich verhält es sich in Österreich, auch hier gibt es verschiedene Regelungen je Bundesland.

In Deutschland ist das Wildcampen im Zelt verboten und wird mit Strafen von bis zu 5.000 Euro geahndet. Erlaubt ist hierzulande hingegen das Übernachten im Camper oder Wohnmobil auf staatlichen Parkplätzen Raststätten für eine Aufenthaltsdauer von maximal zehn Stunden.

Alles, was du zum Wildcampen brauchst, findest du hier.

Wildcampen mit Zelt

Möchtest du wildcampen, dann informiere dich im Vorfeld also auf jeden Fall über die Rechtslage deines jeweiligen Wunschortes. Achte auch darauf, beim Wildcampen keine Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen.

2. Zelten in Naturschutzgebieten und auf Privatgrundstücken ist ein No-Go

In Naturschutzgebieten reagieren die Tiere auf Camper sehr empfindlich aufgrund des Stresses und eventueller Schäden, die nach dem Lagern dort hinterlassen werden. Selbst Forscher dürfen sich in bestimmten Bereichen von Naturschutzgebieten nur eine sehr kurze Zeit aufhalten.

Dass du nicht unerlaubt auf Privatgeländen anderer Leute Rast machen und übernachten solltest, versteht sich von selbst.

3. Habe Respekt vor der Natur

Ohne Frage: Ein kleines Lagerfeuer spendiert nicht nur Wärme, sondern ist auch noch unfassbar beruhigend und romantisch. Doch aller Vorteile zum Trotz: Mache unter keinen Umständen offenes Feuer!

Wildcampen mit Camper

Offenes Feuer beschädigt die Natur für Jahrzehnte an dieser Stelle und kann sehr leicht zu Waldbränden führen. Auch wirst du mit einem offenen Feuer leichter entdeckt. Aus Rücksicht vor der Natur verhaltet euch zudem leise und respektvoll. Lautes Gegröle oder Musik sind hier fehl am Platz.

4. Darf man Biwakieren?

Baue dein Zelt spät auf und früh wieder ab – oder, wenn das Wetter es zulässt, übernachte mal ohne Zelt unter freiem Himmel. Das Ganze nennt sich Biwakieren und wird in der Regel auch in Deutschland geduldet; biwakieren ist weder offiziell erlaubt, noch verboten. Also schnapp dir in einer warmen Nacht Schlafsack und Isomatte und schlaf unter den Sternen. Schutzgebiete sind natürlich auch hier tabu.

5.  Räume deinen Zeltplatz auf

Wollt ihr euren Biomüll in der Natur entsorgen, gibt es dafür nur eine richtige Variante: Vergrabt ihn in ein bis zu 50 cm tiefes Loch, damit keine Tiere daran kommen. Alle andere Sachen nehmt ihr auf jeden Fall wieder mit. Am Ende sieht euer kleiner Natur-Zeltplatz genauso aus, wie ihr ihn vorgefunden habt – naturbelassen und müllfrei.

Wo ist Wildcampen erlaubt

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