outdoor

Mountain Tutorials 3: Den richtigen Rucksack finden und packen


Was muss mit auf den Berg? Teil 3 unserer Mountain Tutorials verrät dir, wie du den richtigen Rucksack wählst und was du für die anstehenden Touren einpacken solltest.

AM 17.04.2019 

Frau mit Wanderrucksack am See

Ich packe meinen Rucksack und nehme mit… Bevor es auf die ersten Touren des Jahres geht, arbeiten wir gemeinsam mit dir die Checkliste für deine Wanderausrüstung ab. In Teil 1 unserer Serie geben wir Tipps für die Wahl des passenden Wanderschuhs. Teil 2 dreht sich um Wanderbekleidung und in Teil 3 verraten wir dir nun, welcher Rucksack für welche Wanderung geeignet ist und wie du ihn richtig packst. 

Welche Rucksack-Größe? Volumen 1x1

Das Angebot an Rucksäcken ist riesig. Beim Kauf ist es deshalb wichtig, sich zu fokussieren und zu überlegen, für welchen Einsatzzweck du den neuen Rucksack am meisten nutzen wirst. Das Rucksackvolumen ist ein guter Richtwert. Daypacks (15-20 Liter) eignen sich für einfache und kurze Wanderungen, bei denen du nur etwas zu trinken, einen kleinen Snack und eine leichte Jacke mitnehmen möchtest. Wanderrucksäcke (20–30 Liter) bieten Stauraum für alles, was du für einen kompletten Tag in der Natur brauchst. Alpinrucksäcke (25-40 Liter) eigenen sich für mehrtägige Bergtouren. Wichtig sind hier Robustheit und minimales Gewicht. Tourenrucksäcke (30-45 Liter) sind ideal für Wanderungen über mehrere Tage. Hier liegt der Fokus auf dem Komfort. Trekkingsrucksäcke (40-95 Liter) sind für Abenteuer abseits der Zivilisation designt. Du kannst Zelt, Schlafsack, Kocher, Isomatte, Verpflegung und alles, was du sonst noch brauchst, verstauen.

Familie beim Wandern mit Rucksack

Tragesysteme, Fächer, Ausstattung…? In unserer Rucksackberatung findest du alles, was du über deinen perfekten Wanderrucksack wissen musst. Auch in den Rucksackabteilungen unserer Filialen kannst du dich umfassend von unseren Outdoorprofis beraten lassen.

Das muss mit: Die Packliste

Entscheidend beim Rucksack packen ist die Frage: Was brauche ich wirklich? Laut der deutschen Bundeswehr kann ein sportlicher Mensch bis zu 33 Prozent des eigenen Körpergewichts über einen längeren Zeitraum tragen. Weil wir aber nicht bei der Bundeswehr sind und die Tour ja Spaß machen soll, darf der Rucksack auf keinen Fall zu schwer sein. Es gilt: Alles Unnötige bleibt zuhause

Nicht verzichten solltest du auf Equipment, das deine Sicherheit auf Wanderungen verbessert, z.B. das Erste-Hilfe-Set, eine Wärmedecke, Karte/n, GPS oder Handy, gegebenenfalls mit Ersatzakku bzw. Powerbank. Je nach Jahreszeit und Witterungsbedingungen sind Regenjacke und -hose, Mütze und Handschuhe, Sonnenbrille, Sonnenschutz oder Stirnlampe zu empfehlen. Unverzichtbar ist natürlich auch eine mit Wasser oder Saftschorle gut gefüllte Trinkflasche oder –blase und eine kleine Brotzeit. Viele Wanderrucksäcke bieten eine spezielle Vorrichtung für das Trinksystem. Das kann besonders auf langen, steilen Anstiegen praktisch sein. Für den Abstieg oder in sehr unebenem Gelände ist der Einsatz von Wanderstöcken hilfreich. Bei Bedarf sollte der Rucksack auch dafür Platz bzw. eine Befestigungsmöglichkeit bieten. 

Wanderrucksack in den Bergen

Den Rucksack richtig packen

Die Wanderung steht bevor, der perfekte Rucksack ist gefunden, alles was du mitnehmen möchtest liegt bereit – und jetzt? Mit den folgenden Tipps packst du deinen Rucksack so, dass er möglichst komfortabel zu tragen ist:

1) Die schwere Ladung sollte möglichst dicht am Rücken und in etwa auf Schulterhöhe sitzen, auf jeden Fall aber über Hüfthöhe.

2) Leichte Ausrüstung wie Schlafsack, Daune oder Wäsche kommt deshalb in das Bodenfach beziehungsweise ganz nach unten.

3) Mit der mittelschweren Kleidung, Sandalen, Erste-Hilfe Set etc. wird der Rucksack dann ausgefüllt.

4) Die Regenausrüstung möglichst griffbereit zuletzt einpacken. 

5) Wasserdichte Packbeutel helfen Ordnung zu schaffen und sind oft praktischer, als den ganzen Rucksack in eine Regenhülle zu stecken.

6) In das Deckelfach kommt alles, was regelmäßig gebraucht wird: Sonnenschutz, Karte/n, GPS, Handy. 

7) Ein unordentlicher Rucksack zeugt von einem unvorbereitetem Wanderer: Die gesamte Ausrüstung sollte im Rucksack verstaut werden – nur in Ausnahmefällen sperrige Stücke außen befestigen.

Der deutsche Rucksackspezialist Deuter erklärt in diesem Video, wie der Rucksack ideal bestückt und eingestellt wird. Noch mehr Tipps zur Wanderausrüstung von einer Bergführerin findest du hier in unserem Video.

Jetzt bist du startklar für die kommende Wandersaison. Wir wünschen dir ganz viel Spaß auf den Touren in diesem Jahr und Berg heil!

Paar wandert im Sonnenuntergang

Der neue LOWA Santiago LL: richtig gut gehen

by sportscheck
Lowa Santiago LL

Robust, komfortabel und für jedes Outdoorabenteuer zu haben – so muss ein guter Wanderschuh sein. Der LOWA Santiago LL verspricht genau das. SportScheck Mitarbeiter Michael hat den Schuh für euch getestet.

SWISSWOOL®: die bessere Daune? Isolationsjacke im Test

by sportscheck
Swisswool Jacke im Test

Ist Swisswool eine nachhaltige Alternative zu Daune oder Kunstfaser? SportScheck Mitarbeiterin und Bergfexin Nadja hat sich genauer mit dem Material auseinandergesetzt – und die Swisswool Isolationsjacke Piz Boé am Berg getestet.

Erste Hilfe am Berg: das musst du wissen

by sportscheck
Erste Hilfe leisten am Berg

Erste-Hilfe am Berg ist anders als Erste-Hilfe in Alltagssituationen. Zum einen ist beim Wandern, Bergsteigen, Klettern oder auf Hochtouren das Risiko für Unfälle oder plötzliche Erkrankungen oft höher. Zum anderen kann man sich im Gebirge nicht darauf verlassen, dass professionelle Sanitäter oder ein Arzt innerhalb weniger Minuten zur Verfügung stehen. In Kooperation mit der Ortovox Safety Academy bietet die Erste-Hilfe-Expertin Dani Hornsteiner mit ihrem Team deshalb spezielle Schulungen an, in denen Inhalte speziell für Bergsteiger, die sich im alpinen Gelände bewegen, vermittelt werden. Wir haben den Kurs in Krün in der Alpenwelt Karwendel besucht und waren begeistert! Im Folgenden haben wir die wichtigsten Tipps der Alpinen Erste-Hilfe für dich zusammengefasst: